Stefan Schmutz als neuer Bürgermeister verpflichtet

Veröffentlicht am 09.04.2017 in Presseecho

Bericht RNZ

Ladenburg

Ladenburg. "Es ist eine Ehre, als Bürgermeister für Ladenburg arbeiten zu dürfen": Mit diesem Satz beendete Stefan Schmutz seine erste Rede als neues Stadtoberhaupt. Der Beifall im voll besetzten Domhofsaal war ihm gewiss. Zuvor hatte er viele Visionen ausgebreitet und die Bürger aufgefordert, sich an der Entwicklung der Stadt zu beteiligen.

Gleich zu Beginn drückte Schmutz seinen Stolz aus, "in der schönsten Stadt des Rhein-Neckar-Kreises Bürgermeister sein zu dürfen". Er sei sich der großen Verantwortung bewusst und wolle seine Kraft nach bestem Wissen und Können für die Stadt einsetzen: "Mir liegt am Herzen, nicht Bürgermeister von Ladenburg zu sein, sondern Bürgermeister für Ladenburg." Er wünsche sich, dass sich alle Menschen, egal welchen Alters, welcher Religion und welcher Herkunft, in Ladenburg wohlfühlen.

Nach dem Dank an seinen Vorgänger Rainer Ziegler ("Ladenburg hat Dir viel zu verdanken, die Stadt hat sich enorm weiterentwickelt"), wurde Schmutz konkret. Die zügige Entwicklung der Nordstadt ist ihm besonders wichtig, es sei zwingend notwendig, dass dort auch bezahlbarer Wohnraum geschaffen werde. Dafür gab es viel Applaus.

Schmutz will Konzepte präsentieren, damit Ladenburg kein touristischer Geheimtipp bleibt. "Das Stadtmarketing muss gestärkt werden." Dieses Ziel hat er auch für die Kaufkraftstärkung. "Das bürgerschaftliche Engagement in unserer Stadt hat mich begeistert und es ist mir wichtig, dass sich die Bürgerschaft auch weiterhin so aktiv einbringt", sagte Schmutz. Ihm ist bewusst, dass ein Bürgermeister auch unbeliebte Entscheidungen treffen müsse: "Es ist gut, wenn auch mal gestritten wird. Kritik an der Sache ist immer in Ordnung."

Einfach werden die Diskussionen nicht werden. Die Konsolidierung des Haushaltes wird ein Kraftakt werden. "Die Summe von Einzelinteressen ergibt jedoch keine Erfolgsstrategie", sagte Schmutz. Er sei optimistisch, dass die großen Herausforderungen gemeinsam bewältigt werden könnten. "Ich will dafür Mut machen und einladen, damit wir die Ziele gemeinsam erreichen."

Rein formell war die Vereidigung von Schmutz eine öffentliche Gemeinderatssitzung, die von Bürgermeisterstellvertreterin Gudrun Ruster eröffnet und geleitet wurde. "Engagieren Sie sich, sehr geehrter Herr Schmutz, für unser liebens- und lebenswertes Ladenburg", sagte Ruster. Sie wünschte Schmutz Geschick, um Mehrheiten zu schmieden und die Geduld, unterschiedliche Meinungen zusammenzuführen. Ruster sicherte zu, dass sich Schmutz auf den Gemeinderat und eine motivierte Verwaltung verlassen könne. Abschließend wünschte sie dem 39-Jährigen Durchhaltevermögen, Fingerspitzengefühl und Gelassenheit.

Dann legte Schmutz den Amtseid ab, unterzeichnete die Vereidigungsurkunde und ließ sich von Ruster die Amtskette umlegen. Landrat Stefan Dallinger gratulierte Schmutz zu seiner überzeugenden Wahl. Gewinner sei aber die ganze Stadt, denn sie habe eine Persönlichkeit gewählt, die die Herausforderungen annehmen werde. Da Rainer Ziegler nicht alle Baustellen beenden konnte, habe nun Schmutz die Chance, seine Handschrift zu hinterlassen. "Die Zeit für Neues ist angebrochen, und das ist gut so", sagte Dallinger, der selbst einige Jahre lang in Ladenburg lebte. Auf die Hilfe des Landratsamtes könne sich der neue Bürgermeister verlassen.

Für die Bürgermeister der umliegenden Kommunen sprach Andreas Metz aus Ilvesheim: "Du bist Bürgermeister in der schönsten Stadt des Rhein-Neckar-Kreises, das muss ich neidlos anerkennen." Metz lobte Schmutz’ Mut, im Wahlkampf keine unerfüllbaren Versprechen abgegeben zu haben: "Schön, dass die Ladenburger mit einem deutlichen Wahlergebnis diesen Mut honorierten." Metz freut sich auf die interkommunale Zusammenarbeit, bereits nach dem ersten Arbeitsgespräch habe sich gezeigt, dass Schmutz ein Mann mit vielen Ideen sei.

"Mit dem heutigen Tag ist das Projekt Bürgermeister in Ladenburg erfolgreich abgeschlossen", sagte SPD-Landtagsabgeordneter Gerhard Kleinböck. Er überbrachte die Zusicherung seiner Kollegen Uli Sckerl (Grüne) und Georg Wacker (CDU), dass es auch zukünftig eine Politik der kurzen Wege geben werde. Kleinböck ist sicher, dass Schmutz die Herausforderungen der leeren Haushaltskasse, der kommunalen Bildungsaufgaben und der Flüchtlingsprobleme anpacken werde, um Lösungen vorzuschlagen. Auch das Thema Denkmalschutz sei beim neuen Bürgermeister in den besten Händen.

Von Axel Sturm

 

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