Zeichen gegen rechte Parolen gesetzt Bericht Mannheimer Morgen

Veröffentlicht am 19.08.2017 in Presseecho

Ladenburg Protestaktion gegen Kundgebung der NPD mit rund 50 Gegendemonstranten / Es blieb friedlich

Zeichen gegen rechte Parolen gesetzt

Trillerpfeifen, Töpfe, rote Karten: Mit allem, was Lärm macht und Ablehnung signalisiert, haben insgesamt rund 50 Ladenburger vom überparteilichen Bündnis "Wir gegen rechts" und Aktivisten des "Offenen Antifaschistischen Treffs Mannheim" gestern Nachmittag gezeigt, was sie von der NPD halten. Vier Mitglieder dieser rechtsextremen Partei um ihren Kreisvorsitzenden Jan Jaeschke hielten auf dem Parkplatz am Freibad eine angemeldete Kundgebung zur Bundestagswahl am 24. September ab. Mit Pfeifen, Rufen und lauter Musik versuchten die Gegendemonstranten, die über Lautsprecher gehaltenen Reden zu übertönen, was großenteils gelang.

Nach rund 35 Minuten rollte der NPD-Bus, der zuvor in Laudenbach und Hemsbach Halt gemacht hatte, weiter nach Schriesheim. "Es ist wie auch schon am Vortag auf dieser Tour durch die Region weiterhin alles friedlich geblieben", fasste Einsatzleiter Holger Behrendt vom Polizeirevier Weinheim am Ende zusammen.

Eine angemessene Anzahl an Bereitschaftspolizisten aus Bruchsal stand zwischen dem schwarzen Kleinbus und den NPD-Gegnern, darunter auch der SPD-Landtagsabgeordnete Gerhard Kleinböck, der spontan als Versammlungsleiter auftrat. Mit einer Anstecknadel "Gegen Nazis" auf dem Hemd kam auch Bürgermeister Stefan Schmutz zu der kurzfristig angesetzten Protestversammlung.

"Ich unterbreche dafür meinen Urlaub kurz, weil es mir als Stadtoberhaupt wichtig ist, Position zu beziehen gegen Fremdenfeindlichkeit und nationalistisches Gedankengut, das die die NPD propagiert", sagte Schmutz. "Es lief genauso, wie es sein sollte", zeigte sich Schmutz zufrieden mit der bewusst kleingehaltenen Aktion. "Wir haben ein Zeichen gesetzt gegen die Parolen der NPD", sagte Wiebke Hünermann-Neuert als Sprecherin von "Wir gegen rechts". Das überparteiliche Bündnis wurde 2006 in Reaktion auf einen großen Aufmarsch der NPD im Bahnhofsviertel gegründet. Mit Erfolg: Bei einer weitaus kleineren NPD-Kundgebung 2013 am Wasserturm hatten über 300 Gegendemonstranten "Krach geschlagen".

Erneut wurde auch diesmal vorher diskutiert, ob man der unbedeutenden NPD mit einer Demonstration nicht zu viel Beachtung schenke. Immerhin hatte auch das Bundesverfassungsgericht die Partei im Januar wegen "fehlender Anhaltspunkte für eine erfolgreiche Durchsetzung ihrer verfassungsfeindlichen Ziele" nicht verboten. "Deshalb haben wir auch nicht zu einer großen Demonstration aufgerufen, aber die überwiegende Auffassung ist, dass wir den Rechten keinen freien Raum lassen wollen", erklärte Sprecherin Hünermann-Neuert. pj

 

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