Stadtrundgang der Sozialdemokraten auch zum Thema Hallenbau

Veröffentlicht am 29.10.2018 in Presseecho

Bericht Mannheimer Morgen Montag 29.10.2018

SPD-RUNDGANG MIT WERNER MOLITOR IM RÖMERSTADION / NEUE SPORTHALLE GROSSES THEMA

Salinger: „Alle Interessen wahren“

Der Ladenburger Werner Molitor hat seinen Spaten mitgebracht. Der Gartenbau-Ingenieur ist zwar kein SPD-Mitglied. Beim „Stadtrundgang“ des sozialdemokratischen Ortsvereins Ladenburg im Römerstadion war aber Molitors Expertise gefragt. War er doch vor seinem beruflichen Ruhestand für die Rasenflächen in Mannheim mitzuständig. Nach einer „Stichprobe“ bescheinigte er dem Hauptplatz im 32 Jahre alten Stadion: Es seien grundlegende Maßnahmen erforderlich, aber die Rasenfläche lasse sich wieder in bespielbaren Zustand bringen.

Rund 40 Teilnehmer, darunter viele Vereinsfunktionäre, begrüßte der Landtagsabgordnete Gerhard Kleinböck als Ortsvereinsvorsitzender. Wie am Vortag, als die örtliche SPD Wochenmarktbesucher erstmals „Wo drückt der Schuh?“ gefragt habe, wolle die Ratsfraktion bei diesem Rundgang erfahren, welchen kommunalpolitischen Aufgaben man sich zu widmen habe. Dazu zählt sicher auch die aufmerksame Begleitung der Standortsuche für die neue Dreifeldsporthalle, wie sich zeigte: Die Diskussion m den besten Standortbereich gestaltete sich lebhaft. Wie berichtet, hat der Gemeinderat gerade eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um nicht nur diese Frage zu klären, sondern auch Kosten und bestehende Kapazitäten.

„Wir wollen dem nicht vorgreifen und sagen, die Halle muss da oder dahin, aber es müssen alle Interessen gewahrt werden“, sagte Fraktionschef Steffen Salinger auch vor dem Hintergrund, dass die Drachenbootsportler wegen des Vorhabens um ihre Bootshalle bangen. Ein erfolgreicher SPD-Antrag habe der Standortsuche „zu mehr Möglichkeiten verholfen“.

Zur Sprache kam auch die 2007 zwischen Stadt und Paddlern getroffene Vereinbarung mit einer Regelung für den Fall, dass bis 2027 doch noch eine Sporthalle im Stadion kommen sollte. Dass damit keiner mehr gerechnet und stets die Erweiterung der Lobdengauhalle im Fokus gestanden habe, führte Drachenbootler Markus Walz aus. Paddler Helmut Bühler erläuterte Konsequenzen für 60 Wassersportler, falls sie wirklich dem Neubau weichen müssten.

Dass eigentlich kein Grund besteht, zeigten die Dimensionen der Halle auf, welche die Organisatoren zuvor mit Flatterband neben dem Bootsheim abgesteckt hatten. Auch ein Plan zum Veranschaulichen der weiteren möglichen Varianten fehlte nicht.

Beifall hörte Teilzeitplatzwart Franco Marini, als Salinger feststellte: „Es hat sehr viel gebracht, ihn einzustellen.“ Dass es nach mehreren Anläufen soweit gekommen sei, dazu habe die SPD beigetragen. Stadt und Vereine teilen sich die Kosten. Dass gleichwohl noch einiges zu tun ist, wie der Rundgang aufzeigte, fällt nicht in Marinis Aufgabenbereich, sondern liegt an einem Sanierungsstau.

„Der Kunstrasen von 2009 ist in keinem guten Zustand und abends fehlt hier eine Aufsicht“, sagt Thomas Scherb vom Fußball-Verein (FV) 03. Immerhin wolle die Stadt Mittel bereitstellen, um einige der Mängel zu beheben, weiß Stadtrat Bernd Garbaczok. Eine direkte Anwohnerin fand Zustimmung bei Stadtrat Herbert Felbek für ihre Forderung, die Zufahrt zur Fährhaus-Gaststätte zu verbessern.

Die Beschwerdethemen bei der Aktion „Wo drückt der Schuh“ am Vortag waren nach Auskunft von Stadträtin Ilse Schummer Folgende:

Krippenplätze, Straßenpflaster, fehlende Mülleimer, Schmuddelecken und fehlende Anwohnerparkplätze. Schummers Fazit nach dieser Veranstaltung: „Es war eine rundum gelungene Aktion, für die wir Lob unter den Marktgängern geerntet haben und die nun jeden Monat stattfinden soll.“

Autor: Peter Jaschke (pj)

 

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