Bericht RNZ SPD will siebten Gemeinderatssitz gewinnen

Veröffentlicht am 19.03.2019 in Presseecho

Gemeinderatswahl Ladenburg

SPD will siebten Gemeinderatssitz gewinnen

Sozialdemokraten gehen optimistisch in Kommunalwahlkampf - Vorsitzender bewirbt sich wieder - Stilvoller Abschied für Schummer

Ladenburg. Zwei Mal brandete im Nebenzimmer des Römerstadions bei der Nominierungsversammlung für die SPD-Gemeinderatsliste Applaus auf. Als Ortsvereinsvorsitzender Gerhard Kleinböck die Wahlergebnisse bekannt gab und mitteilte, dass alle Kandidaten von den 35 stimmberechtigten Mitgliedern klar bestätigt wurden, gab es den ersten freundlichen Beifall.

Kleinböck selbst, aber auch Fraktionsvorsitzender Steffen Salinger fuhren mit jeweils 34 Ja-Stimmen die besten Ergebnisse ein. Die beiden bekanntesten Sozialdemokraten der Stadt erzeugten den zweiten Applaus des Abends. Beide würdigten die "engagierte und herausragende Gemeinderatsarbeit" von Ilse Schummer, die sich nicht mehr zur Wahl stellt. Die 75-Jährige fühlt sich zwar noch gut, aber in ihrem Alter solle man kürzertreten, sagte sie der RNZ. Sie bleibe aber Vorsitzende der "Freunde Ugandas".

Kleinböck zeigte sich "sehr zufrieden mit dem Angebot für die Bürgerschaft", das die SPD bereithält: "Wir haben qualifizierte Persönlichkeiten auf unserer Liste, die beruflich sehr erfolgreich sind, einen hohen Bekanntheitsgrad haben, gesellschaftlich weitblickend denken und in den Vereinen verwurzelt sind." Daher könnten die Sozialdemokraten auf einen siebten Sitz am Ratstisch hoffen. Dass sie sechs Mandate halten, davon geht Kleinböck aus.

Er kennt zwar die negativen Trends der SPD, aber er hoffe, dass die Wähler die Ratspolitik bewerten. Hier könne die Fraktion punkten. Der 66-jährige Schulleiter a. D., der den Wahlkreis Weinheim als Abgeordneter vertritt, will sich wieder in der Kommunalpolitik engagieren. Die Basis der Demokratie sei vor Ort, sagt Ex-Stadtrat Kleinböck. Er wolle seinen Beitrag leisten, um die spannenden Entwicklungen in der Stadt mitzubestimmen.

Der SPD fehlen gleich zwei Stimmenfänger von 2014. Neben Schummer ist dies auch der 2017 verstorbene Stimmenkönig Wolfgang Zahner. Seine Frau Uta Blänsdorf-Zahner engagiert sich nun in der Kommunalpolitik. Die 61-jährige Realschullehrerin bewirbt sich um ein Kreistagsmandat und um einen Ratssitz. Auch die fünf amtierenden Fraktionsmitglieder Petra Erl, Herbert Felbek, Bernd Garbaczok, Angelika Gelle und Steffen Salinger treten wieder an. Sie wollen auch zukünftig ihren Beitrag leisten, damit es in Ladenburg vorangeht.

Als Beispiel nannten sie die Entwicklung der Nordstadt, in der das Thema "Bezahlbarer Wohnraum" ganz oben steht. Auch zur Lösung des Sporthallen-Problems will man Ideen einbringen. Die Drachenboothalle dürfe nicht zur Verliererin, sprich abgerissen werden, forderte Garbaczok. Das Thema Ökologie und Zukunftsentwicklung werde ebenfalls kompetent besetzt, so Kleinböck. Mit Johannes Zech steht ein Stadtentwickler auf der Liste, den die Verwaltung mit der Entwicklung eines Parkraumkonzeptes beauftragt hat.

Auch Matthias Wolpert, Leiter eines Ingenieurbüros, und Architekt Alexander Arnold bringen Kompetenz ein. Immer wieder war auch der Wunsch zu hören, Ladenburg solle sich seiner Vergangenheit erinnern. Mit dem Kreisbaumeister und Leiter des Referats Denkmalschutz, Holger Ueberrein, kann man ein Pfund in die Waagschale legen.

Bildungsfragen interessieren Grundschullehrerin und Neubürgerin Karen Schrepp. Matthias Schulz, stellvertretender SPD-Ortsvereinsvorsitzender und Sohn des Ehrenbürgers Reinhold Schulz, widmet sich ebenso wie der Betriebsratschef eines Chemieunternehmens, Jürgen Scheuermann, der sozialen Gerechtigkeit.

Mit 31 Jahren ist Datenschutzbeauftragter Matthias Scholz der jüngste Bewerber. Der Altersschnitt liegt bei 51,5 Jahren. Die Findungskommission hätte sich einen höheren Frauenanteil als sieben Frauen gewünscht. Darunter ist nun die Inhaberin einer Praxis für Podologie und Heilkunde, Uta Gember, der der Tierschutz am Herzen liegt. Verwaltungsangestellte Barbara Scholz bringt sich auch bei der LSV ein. Stadtbekannt ist auch Altstadtmusikant Markus Hautzinger, der als Gas- und Wasserinstallateurmeister einem Handwerk nachgeht. Im Liederkranz engagiert ist Drogist Max Baumeister (33).

Juristische Kenntnisse haben die Anwälte Carsten Lutz und Miriam Farhand, während sich Steuerberater Michael Gre-ther den Finanzen widmet. Ersatzkandidaten sind Wolfgang Matt (Richter a. D.) und Erziehungswissenschaftler Güven Yörükman.

Die SPD-Gemeinderatskandidaten

  • 1. Alexander Arnold (37), Architekt.
  • 2. Max Baumeister (33), Drogist und Student.
  • 3. Uta Blänsdorf-Zahner (61), Realschullehrerin.
  • 4. Petra Erl (58), Pfarrerin.
  • 5. Miriam Farhand (54), Anwältin.
  • 6. Herbert Felbek (67), Bau-Ingenieur.
  • 7. Bernd Garbaczok (58), Elektroniker.
  • 8. Angelika Gelle (51), leitende Erzieherin.
  • 9. Uta Gember (52), Heilpraktikerin.
  • 10. Michael Grether (67), Steuerberater.
  • 11. Markus Hautzinger (55), Gas- und Wasserinstallateurmeister.
  • 12. Gerhard Kleinböck (66), Oberstudiendirektor a. D.
  • 13. Dr. Carsten Lutz (45), Rechtsanwalt.
  • 14. Steffen Salinger (50), Diplom-Ingenieur, Geschäftsführer.
  • 15. Jürgen Scheuermann (57), Industriefachwirt.
  • 16. Barbara Scholz (63), Verwaltungsangestellte.
  • 17. Matthias Scholz (31), Datenschutzbeauftragter.
  • 18. Karen Schrepp (34), Grundschullehrerin.
  • 19. Matthias Schulz (58), Elektroniker.
  • 20. Holger Ueberrein (50), Architekt.
  • 21. Matthias Wolbert (48), Geschäftsführer.
  • 22. Dr. Johannes Zech (37), Stadtentwickler.

Ersatzkandidaten:

  • Wolfgang Matt (68), Richter a. D.
  •  Güven Yörükman (55), Erziehungswissenschaftler.

(stu)   Von Axel Sturm RNZ

 

 

 

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