Rote Schuh - Aktion / Bericht LAZ

Veröffentlicht am 09.07.2021 in Ortsverein

DIE BUNDESTAGSKANDIDATIN DER SPD BESUCHT AUF DEM MARKTPLATZ DIE "ROTE-SCHUH-AKTION" DES ORTSVEREINS / DIE BÜRGERSCHAFT KANN IHRE SORGEN VORTRAGEN

Elisabeth Krämer verfolgt mit Interesse die Ladenburger Stadtentwicklung

Ende September sind die wahlberechtigten Menschen aufgerufen, sich an der Bundestagswahl zu beteiligen. Die „Wahlkampf-Maschinen“ der Parteien sind bereits angelaufen, auch wenn in Coronazeiten die sonst üblichen Begegnungen eher distanzierter stattfinden.

Mit dem Wahlkampf eher nichts zu tun hat die „Rote-Schuh-Aktion“ des SPD-Ortsvereins, die seit fünf Jahren zweimal im Jahr auf einem gut frequentierten Platz in Ladenburg stattfindet. Mit der Aktion wollen die Amtsträger des Ortsvereins unterstreichen, dass sie nicht nur vor den Wahlen die Anregungen und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger anhören wollen. „Der Politik wird manchmal unterstellt, dass sie nur vor Wahlen auf die Menschen zugeht – dieser Einschätzung wollen wir mit der Rote-Schuh-Aktion entgegentreten“, sagten die beiden SPD-Stadträtinnen Angelika Gelle und Uta Blänsdorf-Zahner, die ebenso wie der neue Ortsvereinsvorsitzende Markus Bündig, Karten für die Aktion verteilten. „Die Menschen in der Stadt sind dankbar für diese Möglichkeit der Kommunikation“, hat Gelle festgestellt, die immer wieder darauf angesprochen wird, wann die nächste Aktion stattfindet. „Die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger werden in einer Fraktionssitzung behandelt. Sie sind dann nicht selten Thema in den Anfragen im Gemeinderat“, ergänzte Uta Blänsdorf-Zahner, die sich nach ihrer Wahl ins Gremium am Ratstisch längst bestens zurechtfindet.

Am Freitagnachmittag besuchte unter anderem Ingrid Walkowiak die Aktion auf dem Marktplatz. „Ich liebe Ladenburg – aber Teilbereiche der Altstadtgassen machen mir große Probleme. Hier müsste mehr geschehen“, schrieb die Seniorin auf die „Beschwerde-Karte“. Die Kommunalpolitiker konnten das Anliegen der Frau, die nur mit dem Rollator mobil ist, gut verstehen. Gelle wies darauf hin, dass es die SPD-Fraktion war, die sich in der Vergangenheit für die Erneuerung bestimmter Straßenabschnitte in der Altstadt einsetzte. „Die nächste Neuverlegung von kleinen, fußgängerfreundlichen Pflastersteinen sollte in der Hauptstraße im Teilabschnitt Marktplatz zur Weinheimer Straße erfolgen“, informierten die beiden Stadträtinnen. Derzeit wird die Kirchenstraße im Bereich vor der Sebastians-Kapelle erneuert.

Ladenburg greift die richtigen Themen auf

Das Thema fußgängerfreundliches Straßenpflaster sei zwar ein Brennpunkt-Thema aber auch die Sauberkeit in der Stadt und die Verbesserung der Aufenthaltsqualitäten der Altstadt werden immer wieder genannt. Einig ist sich die SPD-Fraktion, dass die Aufenthaltsqualität verbessert werden muss. „Hier können wir den Bürgermeister, der dies zum Thema macht, einheitlich unterstützen“, sagte Angelika Gelle. Der Weg dorthin, in letzter Zeit wird immer wieder der Begriff Fußgängerzone genannt, wird in der Fraktion aber uneinheitlich gesehen. Auch das Thema Parkmöglichkeiten in der Altstadt wird in der Fraktion kontrovers diskutiert, was in der Findungsphase aber erlaubt sein sollte, ergänzte der neue Ortsvereinsvorsitzende, Markus Bündig. Für ihn ist wichtig, dass die SPD-Kommunalpolitiker nachvollziehbare Entscheidungen treffen. „Mit den Menschen zu reden und sie mitzunehmen, muss unser Ziel sein“, meinte der Sozialdemokrat.

Von der Aktion „Roter Schuh“ war auch die anwesende Bundestagskandidatin Elisabeth Krämer angetan. Sie kennt die kommunalen Probleme bestens, denn Krämer ist selbst Stadträtin in Walldorf, wo die Stadt natürlich keine finanziellen Sorgen hat. Walldorf zählt wegen der SAP-Gewerbesteuerzahlungen mit zu den reichsten Kommunen in Baden-Württemberg. Die SPD-Bundestagskandidatin sieht ihre Wahlchancen ganz realistisch. „Natürlich würde ich den Gewinn des Direktmandats nicht ablehnen – aber dass dies eintrifft, ist wohl eher unwahrscheinlich“, sagte die Sozialdemokratin, die dem aus dem Bundestag ausscheidenden Lothar Binding gerne nachfolgen würde. Krämer sieht Franziska Brantner (Grüne) als Favoritin für das Direktmandat. Weil Brantner wegen ihres Spitzenplatzes auf der Landesliste ihr Mandat jetzt schon sicher hat, wirbt Krämer im Lager der Grünen dafür, die Erststimme der SPD zu geben. Obwohl die SPD derzeit immer noch im Umfrage-Tief verweilt, spürt sie „keine Missstimmung“ und schon gar nicht gegen ihre Person. Die in der evangelischen Kirchenarbeit engagierte Sozialdemokratin findet schnell Kontakt zu den Menschen und dies war auch in Ladenburg der Fall. Themen, wie eine Klimapolitik, die nicht zum Nachteil von einkommensschwachen Menschen umgesetzt wird oder eine gerechte und faire Bezahlung sowie gute Arbeitsbedingungen, stehen im Bundestagswahlkampf 2021 im Fokus der SPD. Erfreut hat die Kandidatin registriert, dass die Stadt Ladenburg in der Nordstadt ein Zeichen für bezahlbaren Wohnraum setzt, was ebenfalls ein großes SPD-Anliegen sei. „Die Themensetzung von Bürgermeister Schutz, der bezahlbaren Wohnraum schaffen möchte und der sich qualifiziert um die Verbesserung der Betreuungsmöglichkeiten für Kinder kümmert, verfolge ich mit Interesse“, meinte Krämer.

Die ausgebildete Schreinerin, die in Heidelberg aufgewachsen ist, hofft, dass sich die Abgeordnetenstruktur in der neuen Bundestagsfraktion verändert. Ihr sind zu viele Juristen, Lehrer und Beamte in der Verantwortung. Sie meint, dass auch Nichtakademiker, gerade in der SPD-Fraktion, ihren Platz finden müssten. Ihr Vorbild ist Lothar Binding, der eine Lehre als Starkstromelektriker absolvierte und der eine anerkannte Persönlichkeit in Berlin ist.

Bericht Axel Sturm / Ladenburger Zeitung

 

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