SPD will wissen, wo der Schuh drückt

Veröffentlicht am 31.10.2018 in Presseecho

Reger Meinungsaustausch auf dem Marktplatz

Ladenburg

SPD will wissen, wo der Schuh drückt

Bei der Aktion gaben auch die Jüngsten Anregungen - Müll und Radwege unter den Kritikpunken

Ladenburg. (stu) Die Anliegen aus der Bürgerbefragung "Wo drückt der Schuh" des SPD-Ortsvereins Ladenburg wollen die Mandatsträger in das Wahlprogramm für die Kommunalwahl einfließen lassen. Am Freitag fand nun die erste von drei geplanten Aktionen statt. Die Sozialdemokraten stellten sich mit ihrem "roten Schuh" auf den Marktplatz, und viele Bürger nutzten die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen und auf Kommunikationskarten ihre Anregungen zu schreiben.

"Schreibfaule" teilten Stadträtin Angelika Gelle und den Gemeinderatskandidaten Uta Gember, Ralf Gember, Barbara Scholz und Max Baumeister ihre Wünsche mündlich mit. Mit rund 50 Anregungen sei die Beteiligung außerordentlich gut gewesen, sagte Gelle, die optimistisch auf den Wahlkampf blickt.

Sie spüre zwar Gegenwind auf bundespolitischer Ebene. Die Arbeit der SPD vor Ort werde aber geschätzt. Gelle hofft deshalb, dass sich die Wähler bei ihrer Entscheidung auf die Kommunalpolitik konzentrieren. Es wird schwer für die SPD, ihre sechs Ratssitze zu verteidigen. Zwei wichtige Stimmenfänger der vergangenen Kommunalwahl werden fehlen: Stadträtin Ilse Schummer tritt altersbedingt nicht wieder an, und der Verlust des SPD-Stimmenkönigs Wolfgang Zahner, der im Februar 2017 verstarb, wird ebenfalls Auswirkungen haben. Nach RNZ-Informationen wird Landtagsabgeordneter Gerhard Kleinböck seinen Hut in den kommunalpolitischen Ring werfen.

Erfreut war die Stadträtin, dass die Menschen am Freitag nicht nur Kritik loswerden wollten. "Auch viele positive Entwicklungen wurden aufgeschrieben", meinte die Leiterin des Anne-Frank-Kindergartens. Als Beispiele nannte sie Vereinsmitglieder und Eltern von Schulkindern, die erleichtert seien, dass die Dreifeld-Sporthalle endlich gebaut werden soll.

Einige äußerten aber auch Kritik. Das Straßenpflaster in der Altstadt sei nicht durchgängig seniorengerecht, meinte eine Frau. Sie sei mit ihrem Rollator im Bereich des Weinheimer Viertels kürzlich fast gestürzt. Bürgermeister Stefan Schmutz teilte dazu in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses mit, dass weitere Teilstücke der Altstadtgassen im nächsten Jahr mit neuem Pflaster verlegt werden sollen.

Auch das Thema Müll bewegt die Bürger: Mehr und größere Abfalleimer - am besten mit Deckel - sollten aufgestellt werden. Nach der Öffnung des Bachs in der Altstadt werde dieser außerdem zu oft als Mülldeponie zweckentfremdet, zudem sei der Wasserdurchfluss ungenügend. Akuten Handlungsbedarf gibt es auch laut Gelle bei der Kleinkinderbetreuung. Ralf Gember wurde darauf angesprochen, dass das Radwegenetz verbessert werden soll. Die Anbindung an den Radschnellweg Heidelberg-Mannheim wurde ebenfalls mehrfach gefordert.

Auch der neun Jahre alte Lucas setzte sich auf die Stufen des Marienbrunnens und schrieb sein Anliegen auf eine Karte. Lucas ist Ministrant in der Pfarrgemeinde St. Gallus. Wenn er am Abend zur Kirche durch die Feuerleitergasse laufen muss, hat er ein komisches Gefühl, weil diese so dunkel sei: "Hier fehlen eine oder zwei Straßenlaternen." Die Karte warf er in den "roten Schuh" und lächelte in die Kamera wie ein Politiker bei der Stimmabgabe. Bürgermeister will Lucas aber nicht werden. Das sei der Wunsch seines älteren Bruders, und der habe auch bessere Chancen.

Info: Die Aktion "Wo drückt der Schuh" der SPD findet wieder am Dienstag, 13. November, von 10 bis 12 Uhr auf dem Marktplatz und am Samstag, 8. Dezember, von 10 bis 12 Uhr im Einkaufszentrum vor dem Edeka statt.

Bericht Rhein Neckar Zeitung

 

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