Fake News sind kein Zufall - sie sind gezielt gesteuerte Desinformation, die Emotionen anspricht, bestehende Meinungen verstärkt und gesellschaftliche Spaltungen vertieft. Besonders in sozialen Medien verbreiten sich Falschmeldungen rasend schnell. Doch warum ist das so? Und wie können wir uns davor schützen?
Teilnehmende lernen, wie Social-Media-Algorithmen Aufmerksamkeit, Emotionen und Meinungen steuern. Sie erfahren von "Framing", Filterblasen, Fake News, Verschwörungsmythen und Hate Speech. Mit Praxisübungen wird gelernt, wie man Quellen überprüft, Manipulation entlarvt und Strategien entwickelt, die zu weniger Stress, mehr Offline-Zeit und einer widerstandsfähigen demokratischen Haltung führen.
Referent: Dr. Danny Schmidt (Lebenslauf)
In der Gemeinderatssitzung im November stellt die Verwaltung traditionellerweise ihren Vorbericht zum Haushaltsplan 2027 vor. Dieser wird von den Fraktionen nicht kommentiert. Die Fraktionen werden stattdessen über diesen Bericht beraten. Sie werden anschließend, in der Dezember-Sitzung, ihre Änderungswünsche oder Kritikpunkte einbringen.
Zusammenfassung des Vorberichts:
• Rückblick 2025:
Das Jahr schloss mit einem positiven Gesamtergebnis von rund 5,1 Mio. Euro ab, was deutlich besser war als das ursprünglich geplante Minus.
• Rückblick 2026:
Es wurde ein ordentliches Ergebnis von etwa 2,2 Mio. Euro eingeplant. Eine Kreditermächtigung über 14 Mio. Euro aus dem Vorjahr musste bisher nicht in Anspruch genommen werden und erlischt.
• Ausblick 2027:
Der vorgeschlagene Haushalt 2027 hat Ausgaben von 48,8 Mio. Euro. Dem stehen weniger Einnahmen gegenüber. Daraus ergibt sich ein Defizit von -3,6 Mio Euro. Dafür werden Rücklagen aus früheren Jahren aufgebraucht.
Ende 2026 wird die Stadt voraussichtlich insgesamt 8,5 Millionen Euro Schulden haben, das sind ca. 680 € pro Mensch in Ladenburg.
Die Haushaltsrede des Bürgermeisters lässt sich so zusammenfassen:
POSITIV
• Stabile Finanzlage durch Beteiligung an NetzeBW und Liquidität von 10 Mio. €.
• Geplant sind 21,6 Mio € an Investitionen, 76% davon durch Steuermittel refinanziert. Das betrifft mit 17,6 Mio. die bestehenden Großprojekte WRS und Freibad. 4 Mio. € sind neue Investitionen (u.a. die Fahrradstraße im Industriegebiet, siehe Erklärer vom Oktober 2026).
• Stabile Gewerbesteuereinnahmen (sogar 1.7 Mio. € über dem Vorjahr). Es werden keine Steuern erhöht.
• Es werden keine neuen Stellen geschaffen. Aber: Die Grenzen der Arbeitsbelastung sind erreicht bzw. überschritten.
• Die Ausgangslage ist gut. Der Konsolidierungskurs der letzten Jahre hat 2 Mio. € Defizit abgebaut.
VIELLEICHT POSITIV
• Für Renovierung der Werkrealschule wurde eine Förderung beantragt. Falls diese kommt, kann das die Finanzlage positiv verändern.
NEGATIV
• Nur Konsolidieren und Sparen wird nicht ausrechen, um das Defizit auszugleichen. Es müssen daher auch Abläufe, Prioritäten und organisatorischen Strukturen überprüft werden.
• Unsere Großprojekte (neue Halle, Freibad, u.a.) müssen zukünftig abgeschrieben werden. Das belastet kommende Haushalte zusätzlich.
• Die Kreisumlage ist auf eine Rekordsumme von 8,4 Mio. € gestiegen.
• Zusammen mit dem Finanzausgleich von 6,7 Mio. € verlässt jeder dritte eingenommene Euro die Stadt wieder, ohne hier wirksam zu werden.
• Gebührenerhöhung im September 2027 für Krippe und Kindergarten, um steigende Kosten abzufedern.
• Das Land deckelt, anders als ausgemacht, die Zuschüsse für die Ganztagsbetreuung. Die Stadt muss also mehr zuschießen. Deshalb wird die Einführung einer Ganztagsschule vorgeschlagen, denn die zahlt das Land in vollem Umfang.
• Es wird keine großen Investitionen mehr geben. Kleinere Investitionen werden schwieriger.
"Der Haushalt ist der Schlussakkord einer guten alten Zeit."
Der Gemeinderat beschloss außerdem noch:
Bei unserer Stadtführung hatten wird Glück, denn der vorhergesagte Regen fand nicht statt. Herbert Felbek führte uns durch die römische, mittelalterliche und neuzeitliche Geschichte Ladenburgs und wir fanden immer wieder einen Bezug zu heute.
So floss der Neckar noch im Mittelalter unterhalb des Lobdengau-Museums. Die Brücke dort, unter der demnächst der Schulhof der Dalbergschule erweitert wird, zeigt praktisch das Niveau des alten Flusslaufes.
Außerhalb des Schriesheimer Tores gab es im Mittelalter eine Art Parkplatz für Ochsenkarren. Die haben die Händler dort abgestellt, um den Wegezoll der Stadt zu vermeiden. Sie mussten dann allerdings ihre Waren auf dem Buckel zum Marktplatz tragen. Das hatte natürlich den Vorteil, dass es auf dem Marktplatz keine Parkprobleme gab. Kann man von lernen, muss aber nicht.
Die leichten Erdbeben unserer Region waren schon den Römern bekannt. Sie haben deshalb die Ziegel ihrer Fundamente wie Fischgräten angeordnet, um die Stöße abzufedern. Seitdem haben wir viel Wissen verloren und sogar heute noch bauen wir starre Wände, die dann Risse kriegen.
Zum Ausklang saßen wir in der Löwenscheuer bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen (dank Uta und Uta) und, wie bei Sozialdemokraten üblich, angeregten Diskussionen.
Montag, 9. November 2026, 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr (parteiöffentlich)
Ort: Löwenscheuer
Achtung: Terminänderung!
Bitte Presse-Info beachten, alle Mitglieder sind herzlich eingeladen!
Montag, 16. November 2026, 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr (öffentlich)
Ort: Domhofsaal
Teilnehmende lernen, wie Social-Media-Algorithmen Aufmerksamkeit, Emotionen und Meinungen steuern. Sie erfahren von "Framing", Filterblasen, Fake News, Verschwörungsmythen und Hate Speech. Mit Praxisübungen wird gelernt, wie man Quellen überprüft, Manipulation entlarvt und Strategien entwickelt, die zu weniger Stress, mehr Offline-Zeit und einer widerstandsfähigen demokratischen Haltung führen.
Leiter: Dr. phil. Danny Schmidt
Bitte Presse-Info beachten.
Siehe dazu auch unseren Eintrag weiter oben.
Sommerinterview-Reihe heute mit Gerhard Kleinböck, SPD-Fraktionsvorsitzender, zu Freibad, Oekogeno Vielfalt e. V., Starkregen, Flusswärmepumpe, Tourismus und Ganztagsschule
LAZ: Es ist August und das Ladenburger Freibad ist wegen Renovierung geschlossen. Wie ist Ihr Eindruck – ist es inzwischen bei den Bürgern angekommen, dass es sonst Probleme mit den Fördergeldern gibt? Werden Sie von Bürgern angesprochen?
Kleinböck: Ich hatte einen Antrag gestellt, die ersten beiden heißen Augusttage noch zu öffnen. Vielleicht wäre das ja möglich gewesen. Jetzt sind die Bagger da. Aber es ging ja um die lange Zeitschiene. Es waren schon einige, die mich da angesprochen hatten, aber ich glaube, ich konnte sie alle überzeugen. Die Diskussion geht natürlich weiter, zum Beispiel warum Bahnen verkürzt werden.
Weiterlesen in der Ladenburger Zeitung
Gerhard Kleinböck, Fraktionsvorsitzender der SPD im Gemeinderat Ladenburg, spricht im Interview über die Herausforderungen bei der Sanierung des Alten Rathauses und weitere wichtige kommunale Themen in Ladenburg.
Weiterlesen im MM