Bei unserem Trinkwasser gibt es gutes zu berichten. Die Grundgebühr, die 2025 eingeführt wurde, bleibt stabil. Der Wasserpreis bleibt auf dem vorherigen Niveau und steigt leicht von 1,45 € auf 1,50 €. Mit den 7% Mwst sind es dann 1,55 €.
Im Vergleich zum Durchschnitt der Wassergebühren im Baden-Württemberg liegen unsere Gebühren weit darunter.
Einziger Wermutstropfen ist der Wasserverlust, der seit 2015 einen Trend nach oben zeigt (Diagramm anzeigen). Der Wasserverlust wird als Prozentsatz der bezogenen Wassermengen angegeben, die nicht von Wasseruhren erfasst werden, sowie aus Löschwasser der Feuerwehr, Wasserentnahmen des Bauhofs sowie versickerndem Wasser.
Mögliche Erklärungen wurden im Rat diskutiert. Rohrbrüche hat es wohl keine gegeben. Sollte dieser Trend sich fortsetzen, kann das bedeuten, dass wir teuere Untersuchungen anstellen müssen, die sich dann auf den Wasserpreis auswirken. Die Verwaltung hat weiterhin ein Auge darauf.
Analog zur Trinkwasser-Versorgung wird ab 2027 auch die Abwasser-Entsorgung in eine Gesellschaft überführt, mit der Stadt als Besitzer. Der Vorteil ist höhere Transparenz. Denn die Zahlen fürs Abwasser verstecken sich jetzt nicht mehr im Haushalt. Auch können damit Kredite gezielt für die Abwasserversorgung aufgenommen werden.
Ganz wichtig: Dieser Eigenbetrieb darf keine Gewinne erwirtschaften. Das heißt, dass sich keiner an den Gebühren bereichern kann. Die Gebühren decken also die realen Kosten ab, also das Kanalnetz, die Kläranlage, sowie die Überprüfung, Reinigung und Instandhaltung der Kanalisation.
Für das Abwasser gibt es zwei Gebühren:
• Das Schmutzwasser ist, was aus dem Hausanschluss in die Kanalisation fließt. Da wir keine Abwasseruhren haben, berechnet sich diese Gebühr aus der Menge des bezogenen Trinkwassers. Diese Gebühr wird 2027 den Landesdurchschnitt erreichen (grüne Linie im Diagramm).
• Die Niederschlagsgebühr berechnet sich nach der unbebauten Fläche eines Grundstücks. Diese Gebühr wird 2027 zurückgehen.
Der Radschnellweg zwischen Mannheim und Heidelberg ist bereits seit Jahren in der Planung. Das Land hat mehrere Trassen geprüft und übrig geblieben ist eine, die nördlich des Neckarkanals verläuft, um dann über die Brücke auf die südliche Seite des Neckars weiterzugehen.
Diese Trasse würde allerdings die Ausfahrt des Industriegebiets von der Straße ‘Im Hafen’ in die Ilvesheimer Straße kreuzen und es käme zu Konflikten mit dem Schwerlastverkehr. Das brachte Ladenburg in Zugzwang. Die Stadt hat daher mit den im Industriegebiet ansässigen Firmen ein Konzept erarbeitet, bei dem deren Zugänge nach Norden auf die L597 verlegt werden. Als letzte Firma wird das nun auch Isover tun.
Das Bild zeigt das Industriegebiet mit den geplanten Radwegen in Rot: Der Radschnellweg im Süden und zwei Projekten im Norden.
Zum Einen ist das ein Radweg, der nördlich der Giulinistraße verlaufen wird (siehe Plan) und Ladenburg mit Wallstadt verbindet.
Zum Anderen ist es der Ausbau eines Feldweges (der gerne als Abkürzung benutzt wird) zu einer Zufahrtsstraße für Isover mit einem seitlichen Radweg (siehe Plan).
Der Gemeinderat beschloss außerdem die folgenden vier Dinge:
Entlang der Bahnlinie im nordwestlichen Bereich des Friedhofes wird ein muslimisches Gräberfeld eingerichtet werden. Es wird Platz für ca. 100 Gräber erhalten. Damit können Ladenburger muslimischen Glaubens in ihrem Zuhause beerdigt werden. Diese Gräber sind für Muslime aus Ladenburg bestimmt und nicht aus umliegenden Gemeinden.
Muslimische Gräber schauen nicht viel anders aus als die, die vorhandenen Gräber. Sie sind meist schlichter gehalten und es werden oft keine Blumen darauf gepflanzt. Auch werden die Grabstätten meist länger gehalten, aber die Gräber bleiben sogenannte Wahlgräber für die Miete gezahlt wird. Sie sind also nicht auf ewig angelegt.
Muslimische Beerdigungen unterscheiden sich von denen, die wir gewohnt sind, als dass die Zeremonie am Grab stattfindet und nicht in einer Trauerhalle. Aus diesem Grunde wird auch in diesem Bereich ein schön gestalteter Musallā-Tisch errichtet, auf dem der Tote aufgebahrt wird.
Bei unserer Stadtführung hatten wird Glück, denn der vorhergesagte Regen fand nicht statt. Herbert Felbek führte uns durch die römische, mittelalterliche und neuzeitliche Geschichte Ladenburgs und wir fanden immer wieder einen Bezug zu heute.
So floss der Neckar noch im Mittelalter unterhalb des Lobdengau-Museums. Die Brücke dort, unter der demnächst der Schulhof der Dalbergschule erweitert wird, zeigt praktisch das Niveau des alten Flusslaufes.
Außerhalb des Schriesheimer Tores gab es im Mittelalter eine Art Parkplatz für Ochsenkarren. Die haben die Händler dort abgestellt, um den Wegezoll der Stadt zu vermeiden. Sie mussten dann allerdings ihre Waren auf dem Buckel zum Marktplatz tragen. Das hatte natürlich den Vorteil, dass es auf dem Marktplatz keine Parkprobleme gab. Kann man von lernen, muss aber nicht.
Die leichten Erdbeben unserer Region waren schon den Römern bekannt. Sie haben deshalb die Ziegel ihrer Fundamente wie Fischgräten angeordnet, um die Stöße abzufedern. Seitdem haben wir viel Wissen verloren und sogar heute noch bauen wir starre Wände, die dann Risse kriegen.
Zum Ausklang saßen wir in der Löwenscheuer bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen (dank Uta und Uta) und, wie bei Sozialdemokraten üblich, angeregten Diskussionen.
Montag, 9. November 2026, 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr (parteiöffentlich)
Ort: Löwenscheuer
Achtung: Terminänderung!
Bitte Presse-Info beachten, alle Mitglieder sind herzlich eingeladen!
Sommerinterview-Reihe heute mit Gerhard Kleinböck, SPD-Fraktionsvorsitzender, zu Freibad, Oekogeno Vielfalt e. V., Starkregen, Flusswärmepumpe, Tourismus und Ganztagsschule
LAZ: Es ist August und das Ladenburger Freibad ist wegen Renovierung geschlossen. Wie ist Ihr Eindruck – ist es inzwischen bei den Bürgern angekommen, dass es sonst Probleme mit den Fördergeldern gibt? Werden Sie von Bürgern angesprochen?
Kleinböck: Ich hatte einen Antrag gestellt, die ersten beiden heißen Augusttage noch zu öffnen. Vielleicht wäre das ja möglich gewesen. Jetzt sind die Bagger da. Aber es ging ja um die lange Zeitschiene. Es waren schon einige, die mich da angesprochen hatten, aber ich glaube, ich konnte sie alle überzeugen. Die Diskussion geht natürlich weiter, zum Beispiel warum Bahnen verkürzt werden.
Weiterlesen in der Ladenburger Zeitung
Gerhard Kleinböck, Fraktionsvorsitzender der SPD im Gemeinderat Ladenburg, spricht im Interview über die Herausforderungen bei der Sanierung des Alten Rathauses und weitere wichtige kommunale Themen in Ladenburg.
Weiterlesen im MM