Mittwoch, 18. Februar 2026, 19 Uhr (öffentlich)
Ort: N-Gebäude auf dem ehemaligen ABB-Areal
Bitte Presse-Info beachten.
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Siehe auch den Erklärer vom 18.10.2024
Gute Nachrichten für den Sport in Ladenburg:
In der Bevölkerung hört man immer wieder, dass diese Halle auch billiger hätte gebaut werden können. Das stimmt. Aber nur für die Kosten, die beim Bau anfallen. Das sind 17,6 Millionen Euro minus 2,3 Millionen an Subventionen.
Die wahren Kosten von allen Bauwerken sind aber die, die während ihres Bestehens anfallen. Beim Freibad sind das Energie, Chemikalien, Filter und Reparaturen. Diese waren in den letzten 25 Jahren teurer als der Einbau der neuen Stahlbecken jetzt kosten wird. Und wir sehen ja zuhauf, was passiert, wenn man diese Folgekosten nicht einrechnet. Denn die Brücken im Land müssen jetzt viel teurer saniert werden als sie beim Bau gekostet haben.
Bei der Dreifeldsporthalle ist das ähnlich: Die Baustoffe sind umweltverträglich und die Halle muss später nicht, wie jetzt die Werkrealschule, teuer saniert werden (siehe unten).
Die Wärmepumpe, die über 2 Tonnen wiegt, ist teuer. Aber dafür müssen wir Ladenburgerinnen und Ladenburger in den kommenden Jahren nicht für die Heizkosten aufkommen, die ja weiter steigen werden.
Die hohen Umweltstandards haben auch zu höheren Subventionen geführt. Und schließlich bedeuten hohe Investitionen auch hohe Abschreibung. Letztere entlasten den Haushalt wiederum.
Was als eine schnelle Sanierung der Heizung und der Toiletten geplant war, wurde zu einer Odyssee. Schuld: Asbest in einer Putzschicht der zweiten Ebene. Der Preis dafür: 7,3 Millionen Euro und zwei Jahre Unterricht in Containern.
Die Stadt bemüht ich um Förderung und um Unterstützung von den Nachbargemeinden, die ja immerhin den Großteil der Schüler stellen.
Zur Zeit wird das Dach von innen gedämmt. Das ist eine relativ einfache Maßnahme, um möglichst viel bei den Heizkosten zu sparen. Die Decken in den Klassenzimmern liegen auch noch offen (Bild). Zum Abschluss muss noch der neue Treppenturm gebaut werden. Dieser wird demnächst ausgeschrieben.
Wenn nichts schief läuft, könnte zum Schuljahr 2026/2027 wieder unterrichtet werden.
Der Haushaltsentwurf für 2026 ging in die zweite Runde. In dieser Sitzung hatte Kämmerin Rother das Wort. Über die Details haben wir ja im Erklärer vom letzten Dezember berichtet.
Hier sind die wichtigsten Eckpunkte aus Frau Rothers Rede:
Der Bürgermeister umschreibt diese Entwicklung mit "Rückkehr zur Realität". Die Fraktionen haben deshalb auch keine eigenen Anträge gestellt.
Der endgültige Haushalt wird in der Gemeinderatssitzung im Februar verabschiedet.
Der Haushaltsentwurf für 2026 sieht vor, die bisherige Förderung der Tageseltern am 30. August dieses Jahres auslaufen zu lassen. Diese Förderung beträgt derzeit 1,50 € pro Stunde und pro Platz.
Der Grund: insgesamt hat die Nachfrage nach Krippenplätzen nachgelassen. Sogar der Kindergarten im Brenngässel wird nicht mehr gebraucht werden. Der wurde ja eingerichtet zu einer Zeit, als die Plätze noch knapp waren.
Die SPD hat den Antrag gestellt, die Förderung noch vier Monate länger, also bis zum Endes des Jahres weiterlaufen zu lassen. Dadurch würde mehr Zeit bleiben zur Umorientierung der Tageseltern. Außerdem müssten Eltern unter Umständen in diesem Jahr nicht noch einmal Elternzeit nehmen.
Im letzten Jahr hat diese Förderung im gleichen Zeitraum, also 4 Monate, 40.000 € gekostet. Da es jetzt aber genug Krippenplätze gibt, werden die Tageseltern weniger gebraucht. Damit würden auch weniger als diese 40.000 € bezahlt werden müssen. Diese Kosten kann der Haushalt 2026 verkraften.
Der Antrag wurde mit zwei Gegenstimmen angenommen.
Ab dem Schuljahr 2026/2027 gilt in Baden-Württemberg das Recht auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder. Das gilt im ersten Jahr nur für Kinder der ersten Klasse und wird jedes Jahr um eine Klassenstufe erweitert.
In Ladenburg betrifft das die Dalberg-Grundschule (DGS) und die Astrid-Lindgren-Schule (ALS). In beiden Schulen gibt es bereits Betreuungsangebote. Diese waren bisher an der ALS billiger als an der DGS, denn an der DGS betreuen Pädagogen die Kinder. Ab Herbst werden die Kinder an beiden Schulen von Pädagogen betreut und die Gebühren sind dann an die gleichen. Siehe die Gebührentabelle, die von der Verwaltung vorgeschlagen wird.
Diese Gebührentabelle wird nicht allen Eltern gefallen. Haushalte mit geringem Einkommen werden aber besonders berücksichtigt.
Die Verwaltung erhofft sich 4,12 € Zuschuss vom Land pro Kind. Dies ist aber noch nicht sicher. Es kann also sein, dass die Gebühren in den kommenden Jahren angepasst werden müssen.
Die Parteien werden in den kommenden Wochen mit den Ladenburgerinnen und Ladenburgern über die Gebühren und die Betreuungsangebote diskutieren. Der Gemeinderat wird im Februar dann endgültig darüber abstimmen.
Wichtig: Für die neue Betreuungsangebote müssen Eltern ihre Kinder bis zum 1. März anmelden: https://www.ladenburg.de/zv