Nächste Termine

Themenwoche - Film-Matinée & Diskussion

…weil es um unsere (Um)Welt geht

Sonntag, 18. Januar 2026, 11 Uhr (öffentlich)
Ort: Olympiakino Leutershausen (Karte)
Eintritt frei



Im Rahmen dieser Matinée wird zunächst der peruanische Dokumentarfilm „Die Augen des Weges“ gezeigt, in dem es um die indigene Quechua-Kultur geht.
Nach der Filmvorführung findet eine Podiumsdiskussion über den Film mit dem Regisseur und der Produzentin statt.


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Vorstandssitzung

Montag, 19. Januar 2026, 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr (parteiöffentlich)
Ort: Löwenscheuer

Bitte Presse-Info beachten, alle Mitglieder sind herzlich eingeladen!

Gemeinderats-Splitter (und Erklä­rer)

Gemeinderat-Splitter vom 17.12.2025

Haushalt 2026 eingebracht

Der Haushalt für 2026 wurde dem Gemeinderat vorgestellt. Der Bürgermeister hat in seiner sehr ausführlichen Rede einige wichtige Punkte herausgestellt, die wir hier wiedergeben.

Trotz der großen Ausgaben, die Ladenburg durch die Dreifeldsporthalle und die Renovierung der WRS zu stemmen hat, ist die Haushaltslage insgesamt zufriedenstellend. Das ist auch auf das besonnene Wirtschaften der letzen Jahre zurückzuführen. Der vorliegende Haushalt 2026 hat daher auch ein positives Gesamtergebnis (Einnahmen minus Ausgaben) von 2,2 Mio €.

Ladenburg ist also weit entfernt von einer Zwangsverwaltung oder der Zahlungsunfähigkeit. Da sind eine wachsende Zahl von Kommunen in Deutschland wesentlich schlechter aufgestellt. Ladenburg hat das Heft in der Hand.

In Zukunft müssen wir dennoch sparen

Zukünftige Einnahmen werden knapper ausfallen. Ausgaben werden steigen. Zum Beispiel für die Ganztagsbetreuung an beiden Grundschulen, die ab Mitte 2026 bis 2028 schrittweise eingeführt wird – eine Vorgabe des Bundes und wie so oft ohne ausreichende Finanzmittel. Daher ist eine Konsolidierung des Haushaltes zwingend. Für manche Entscheidungen wird es keinen Applaus in der Bevölkerung geben.

Es wird aber keine neue Kreditermächtigung geben. Das ist ein Kreditrahmen, der der Gemeinderat der Verwaltung einräumt, den die Verwaltung aber nicht ausschöpfen muss. Die Ermächtigung vom letzten Februar reicht dafür noch aus. (siehe Erklärer vom 26.2.2025).

  • Es wird neue Schulden geben, aber eben nur im Rahmen dessen, was im Februar 2024 vom Gemeinderat erlaubt wurde.
  • Die Stadt wird weitere Grundstücke in der Nordstadt/Kurzgewann verkaufen, um Einnahmen zu generieren.
  • Die Gewerbesteuer wird nicht erhöht, auch die Grundsteuer nicht. Beide sind die wichtigsten Steuern, die direkt einer Kommune zu Gute kommen.
  • Die Gebühren für städtische Einrichtungen werden allerdings neu kalkuliert. Im Klartext also: es wird für uns teurer.
  • Die Vereinsförderung wird allerdings nicht angetastet.
  • Die Kreisumlage wurde vom Kreistag um 1,5% erhöht, was den Haushalt auch belastet. Siehe unten. Insgesamt wird Ladenburg 5,6 Mio € an den Kreis abführen.
  • Die Stellen bei der Verwaltung werden auf den Stand von 2025 eingefroren. Die Verwaltung wird aber weiter digitalisiert, wodurch wir für die Bürgerinnen und Bürger keine Einbußen beim Service erwarten.
  • Größere Projekte wird es trotz Konsolidierung geben, allerdings nicht wie bisher mehrere gleichzeitig, sondern es wird ein Projekt erst fertig gestellt bevor ein neues angegangen wird.
  • Die Verwaltung unterstützt die Ansiedelung eines Ärztehauses am Benzkreisel in der Weststadt.

Es wird auch Einiges fertiggestellt:

  • Die Dreifeld­sporthalle wird ab September 2026 verfügbar sein.
  • Der Grüne Boulevard wird auch dieses Jahr fertiggestellt werden.
  • Ebenfalls das muslimische Gräberfeld auf dem Friedhof.
  • In etwas über einem Jahr, im Frühjahr 2027, wird die neue Neckarbrücke fertig sein.

Wie geht es weiter?

Der Haushaltsplan wird nun von den Fraktionen begutachtet. Sie werden bis zur internen Haushaltsklausur im Januar Zeit haben, an einzelnen Posten Kritik zu übern. Sie können auch Änderungen vorschlagen und Dinge, die nicht im Plan vorkommen, versuchen, dort hineinzuschreiben.

Über die endgültige Fassung stimmt dann der Gemeinderat am 11. Februar ab.

Münzen in einer Schraubzwinge, ein Taschenrechner und Zahlenreihen auf einem Papier stehen für einen Haushalt in schwierigen Zeiten

Gemeinderat-Splitter vom 17.12.2025

Kiste wird wieder geöffnet

Für das Jugendzentrum "Kiste" gibt es einen Neuanfang. Bisher begleitete ein Trägerverein die städtischen Angestellten, was aus Zeitgründen nicht funktionierte.

Die Kiste bekommt jetzt einen neuen Träger, die „Arbeitsgemeinschaft zur Förderung von Kindern und Jugendlicher“ (AGFJ) Rhein-Neckar gGmbH mit Sitz in Heidelberg.

Die früheren Personalkosten werden 1:1 an den Träger gezahlt. Vorteil: bei Krankheit wird der Träger für Ersatz sorgen. Das konnte die Stadt nicht leisten. Der neue Träger hat auch einen Fuhrpark und andere Strukturen, von denen die Kiste profitieren wird.

Die Räume der Pflastermühle sollen möglichst vielen Vereinen offen stehen und der Bürgermeister hofft, dass der bisherige Trägerverein nach seiner Neustrukturierung dabei wieder eine vermittelnde Rolle einnehmen wird.

Buntes Graffiti am JUZ Kiste

Aus dem Kreistag

Aus dem Kreistag vom 16.12.2025

Haushalt des Kreises erstmals über 1 Mrd Euro

Der Kreistag hat am 16. Dezember mehrheitlich den Kreishaushalt für das Jahr 2026 beschlossen. Siehe dazu die Haushaltsrede vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Dr. Ralf Göck.

Der Hebesatz der Kreisumlage hat sich gegenüber dem vergangenen Haushaltsjahr um 1,5 Prozentpunkte auf 32,75 Prozent erhöht. Das heißt, dass die Kommunen nächstes Jahr 1,5% mehr für den Kreis abführen müssen.

Die Kreisumlage ist auch die größte Einnahmequelle des Rhein-Neckar-Kreises, im Jahre 2026 werden das circa 396,2 Millionen Euro sein.

Zu den größten Beitragszahlern zählen Walldorf (74,7 Mio), Weinheim (30,5 Mio), Sinsheim (25,2 Mio), Leimen (17,2 Mio) und Wiesloch (16,1 Mio). Ladenburg zahlt 5,6 Millionen.

Auch die Abfallgebühren werden 2026 erhöht. Für einen 4-Personen-Haushalt bedeutet das Mehrkosten von 34,45 Euro pro Jahr. Die neuen Gebühren gelten für 2026 und 2027.

Viele 500-€-Scheine, aufgefächert, im Logo des Rhein-Neckar-Kreises

TA-Splitter (und Erklä­rer)

Technischer Ausschuss-Splitter vom 10.12.2025

Sanierung der Gebäude des Freibades: 4,5 Millionen

Die Sanierung des Freibades wurde letzten September vom Gemeinderat beschlossen. Siehe dazu den Erklärer. Dafür muss die Stadt 6,6 Mio € aufbringen. Das ist nach Abzug der 2,775 Millionen Förderung durch den Bund.

Mit diesen 6,6 Millionen werden allerdings nur die Becken grundsaniert und die Pump- und Filter-Technik erneuert.

Die Gebäude, also die Umkleidekabinen, Duschen, sanitäre Anlagen und der Kiosk, sollen zum gleichen Zeitpunkt saniert werden. Sie sollen, wie die Becken, bis Mai 2028 fertig sein. Ursprünglich war für die Gebäude noch kein Zeitfenster geplant. Der Bund hat aber einen neuen Fördertopf für genau solche Projekte geschaffen (siehe nächsten Absatz), was das zeitgleiche Sanieren möglich macht.

Diese zweite Sanierung wird geschätzt fast 4,5 Mio € kosten (siehe Bild für den Kostenvoranschlag einzelner Posten). Die Stadt wird hierfür Fördermittel in Höhe von 45% beantragen. Das würde die Gesamtkosten auf 2,5 Mio € senken. Der bundesweite Fördertopf ist aber mit 30 Mio € recht klein und die Chancen auf Förderung damit auch.

Ladenburg hat aber aus dem Sondervermögen des Bundes bereits Fördermittel in Höhe von jährlich 580.000 € zugesagt bekommen (siehe Erklärer vom November). Diese, so der Bürgermeister, könnten auch die Kosten reduzieren. Dieses Geld wäre dann natürlich für andere Projekte nicht mehr verfügbar.

Der Eintritt deckt die Kosten höchstens zu einem Drittel

Beide Sanierungsmaßnahmen zusammen werden fast 10 Millionen Euro kosten. Wenn man diese über 30 Jahre verteilt (denn das war in der Vergangenheit in etwa der Zeitraum zwischen den beiden letzten sowie der jetzigen Sanierung), dann sind das pro Jahr 330.000 €.

Daraus ergibt sich folgende Rechnung: 

Ausgaben für das Freibad (2025)
330.000 €: Sanierungskosten über 30 Jahre pro Jahr (oben berechnet)
660.000 €: Personal, Sach- und Dienstleistungen, Abschreibungen (aus dem Haushaltsentwurf vom Januar 2025)
Zusammen 990.000 €.

Einnahmen durch Eintrittsgelder etc. (2025)
360.000 €: Öffentliche und privatrechtliche Leistungsentgelte (aus dem Haushaltsentwurf vom Januar 2025)

Die Eintrittsgelder tragen damit nur zu einem Drittel zu den Kosten des Bades bei. Die anderen zwei Drittel werden von der Stadt aufgebracht. Das sollten wir uns immer wieder vor Augen führen, denn unser Freibad ist nicht selbstverständlich.

Ist es das wert?

Ja. Das Freibad ist ein Luxus, den wir uns leisten müssen, denn es bringt unseren Kindern das Schwimmen bei, fördert soziales Miteinander und ist gerade in Zeiten knapper Familienbudgets wie ein kleiner Urlaub.

Spenden sind natürlich willkommen

Mit dem Freibad-Förderverein hat das Bad neben der Stadt einen privaten Unterstützer, ohne den unser Freibad nicht das wäre, was es heute ist. Jeder Euro, den Sie dem Verein spenden, wird ehrenamtlich in die Infrastruktur des Freibades investiert. 

Kostenvoranschlag für die Sanierung der Toiletten, Duschen und des Kiosks des Ladenburger Freibades

Technischer Ausschuss-Splitter vom 10.12.2025

Grüner Boulevard schreitet voran

Die Bürgerbeteiligung von 2023 ergab eine Liste von Wünschen und Anregungen für das keilförmige Areal in der Nordstadt, welches damals noch aus Erdhügeln bestand. 

Von diesen Anregungen wurden bzw. werden demnächst aber nur einige umgesetzt, was auch den Kosten geschuldet war. Einen Boule-Platz wird es nicht geben, aber im Glashaus gibt es ja auch die Möglichkeit dafür. Auch ein Backhaus wird dort nicht entstehen, das steht jetzt auch im Glashaus am Waldpark.

Der Boulevard wurde zunächst mit dem Eidechsen-Spielplatz im Süden und dem Bolzplatz im Norden begonnen (Bauabschnitt 1 im Bild) und der Rest wird bis Ende nächsten Jahres von Süden nach Norden fertiggestellt.

Die Erschließungskosten, die ursprünglich für den Ausbau des Grünen Boulevards kalkuliert waren, werden nicht kostendeckend sein. Der Boulevard hat aber einen Mehrwert für die gesamte Stadt, daher findet der TA, dass es legitim ist, mehr Geld hineinfliegen zu lassen. Dafür werden die Einnahmen aus Stellplatz- und Spielplatzablöse herangezogen. Diese Ablösegebühren müssen Hausbesitzer zahlen, wenn sie weniger Stellplätze bzw. Spielplätze anbieten, als von der Planung vorgesehen.

Aber, wie schon beim Freibad, ist bürgerliches Engagement auch hier willkommen. 

Auch wurde erwähnt:

  • Die Betonblöcke zum Sitzen können später mit Holz nachgerüstet werden.
  • Sonnensegel geben Schatten solange die Bäume noch klein sind.
  • Die Bushaltestellen-Häuschen wurden aus Kostengründen nur in Minimalversion verbaut.
  • In der Woche vom 15. Dezember wird die Sandsteinmauer am Eidechsen-Spielplatz repariert.
Karte des Grünen Boulevards in the Ladenburger Nordstadt mit den vier Bauabschnitten

Technischer Ausschuss-Splitter vom 10.12.2025

Ladenburg leuchtet

Jetzt wo es früher dunkel wird, fallen uns vielleicht wieder Orte in Ladenburg auf, die besser beleuchtet werden könnten. Das war auch einer der Tagesordnungspunkte im TA.

Als Orte, die man überprüfen sollte, wurden konkret eine Treppe am Bischofshof und der Weg am Neckar erwähnt. Diese wird sich die Verwaltung anschauen.

Die Bürgerinnen und Bürger Ladenburgs wurden aufgefordert, dunkle Stellen, defekte oder zugewucherte Lampen der Verwaltung zu melden.
Das geht am besten in der Ladenburg-App (ehemals Bürger-App) oder im Bürgerbüro.

Die Stadtverwaltung hat in diesem Zusammenhang auch eine Übersicht über den Zustand der öffentlichen Beleuchtung gegeben:

  • Es gibt 1650 Leuchten im gesamten Stadtgebiet, eine Leuchte pro sieben Ladenburgern.
  • 99% der Straßenbeleuchtung ist auf LED umgestellt.
  • Eine herkömmliche Straßenleuchte kostet 1500 €.
  • Die neu verbauten Leuchten reduzieren die Helligkeit automatisch in zwei Stufen ab der Mitte der Nacht auf 75%, respektive 50%.
  • Defekte Leuchten werden gegen aktuelle, energieeffizientere Modelle getauscht.
  • In den letzten 10 Jahren wurde rund 1,1 Mio € in die Straßenbeleuchtung investiert.
  • Durch die Umrüstung auf LED ist der Strombedarf auf 30% gesunken und die Defekte auf 10%.
  • Sämtliche neue Leuchten sind insektenfreundlich, da sie nach unten strahlen.
  • Sonderleuchten (Fußgängerüberwege, Unterführungen) werden aktuell umgerüstet (siehe Bild). Diese Orte sind danach besser ausgeleuchtet, was für Sicherheit sorgt.
  • Die Beleuchtung der Kirchtürme ist aktuell noch in alter Technik, denn die Umrüstung ist sehr kostspielig.
  • Der Schriesheimer Weg darf nicht beleuchtet werden, denn da wohnt der Biber.
  • Der Naturschutz verbietet, Fassaden nachts zu beleuchten, es sei denn, es dient der Sicherheit oder ist gesetzlich vorgeschrieben.
  • Im Außenbereich verbietet der Naturschutz außerdem Werbeanlagen, Himmelsstrahler und Einrichtungen mit ähnlicher Wirkung. In diesem Zusammenhang bezeichnete Gabi Lux vom BUND den Wasserturm und die Beleuchtung am Trainingslager als bedenklich.
Vergleich von alten Natriumdampflampen und neuen LED-Leuchten bei zwei Fußgängerübergängen in Ladenburg

 

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